Holunder in aller Munde
1. Holunderblüten – im Sommer vorsorgen und Vorrat für den Winter anlegen
Die Holunderblüten sollen eine schleimlösende und eine schwach harntreibende Wirkung haben. Die Blüten werden zur Stärkung des Immunsystems, bei trockenem Husten zur Bronchialschleimvermehrung und bei fieberhaften Erkältungskrankheiten zum Schweißtreiben verabreicht. Außerdem kommen Holunderblüten auch äußerlich, in Form von Umschlägen, bei Schwellungen und Entzündungen zur Anwendung.
2. Rezept für Holunderblütentee
Für eine Tasse Tee drei Teelöffel getrocknete Holunderblüten ohne Stiele mit 150 ml siedendem Wasser übergießen und etwa fünf Minuten abgedeckt ziehen lassen. Abseihen und so heiß wie möglich trinken.
Vorbeugend können 1-2 Tassen getrunken werden, im Krankheitsfall 3-4 Mal täglich eine Tasse.
3. Hausmittel zum Inhalieren
Getrocknete Holunderblüten können auch zur Inhalation verwendet werden. 4 Esslöffel Blüten mit kochend heißem Wasser übergießen. Mit einem Handtuch den Kopf bedecken und die Dämpfe etwa 10 Minuten inhalieren.
4. Sammeltipps
Die aromatischen Holunderblüten an trockenen Tagen am späten Vormittag sammeln, da der Morgentau verdampft und der Wirkstoff am höchsten ist.
Bei Regen verlieren Holunderblüten an Geschmack und Wirkung, ebenso bei länger anhaltenden Hitzeperioden.
Die Dolde vorsichtig abschneiden. Die Blüte soll geöffnet sein.
Dolden ausklopfen, abschütteln und von Insekten befreien
Kein Plastik, sondern ein Körbchen verwenden
Dolden kurz in kaltes Wasser tauchen und auf Küchenpapier abtropfen
Anschließend im Schatten trocknen.
Wenn sich die Blüten leicht lösen lassen und rascheln sind sie trocken. Nur die Blüten werden für den Tee verwendet.
In dunkle Gläser abfüllen und kühl lagern.
